Das Sommercamp in Marburg fand am letzten August- und somit am letzten Wochenende der Sommerferienstatt. Am Donnerstag verluden wir die Boote, damit wir am Freitag um 17 Uhr mit 11 Kindern bzw. Jugendlichen mit den Trainern und Betreuern in Richtung Mardorf aufbrechen konnten.


19 Uhr angekommen wartete schon ein angeheizter Grill auf uns. Aber nicht nur der Grill war angeheizt. So stellten die Kinder ihre Zelte auf und selbst im Dunklen wollten sie ihre Jollen aufbauen.
Ähnlich war es dann am nächsten Tag. Ein kurzer Ruf des Jugendwarts zum ,,Backen und Banken'' und schon krochen alle wie Ameisen aus ihren Zelten. Kaum war das Frühstück verschlungen, ging es auch schon zum Aufriggen der Boote. In Windeseile standen die drei 420er und fünf Opti's bereit.
Bevor es dann aufs Wasser ging, hatten wir zuvor noch was wichtiges zu erledigen. Zum Anfang des Jahres schuf sich der Verein zwei neue Opti's an. Diese brauchten noch einen Namen. So tauften wir diese, von den Kindern vorgeschlagen, mit den Namen ,,Schnelle Schnecke'' und ,,Yes WY-CAn''. Man glaubt es kaum , aber auch ein 420er, der bereits schon einige Jahre auf dem Allersee segelt, bekam nun endlich seinen Namen ,,Milky Wayve''.
Aber jetzt ging es aufs Wasser. Bei 4 Bft auflandigem Wind entstand eine ordentliche Welle, was unsere Segler vom Allersee so nicht kennen. Trotzdem kniff keiner und Thomas und Ronald konnten mit ihren Trainingseinheiten beginnen. Mit den 420ern hatte sich Ronald einige Spiele ausgedacht, jedoch reizte das Trapezsegeln mehr, so dass wir den Plan änderten. Zur späten Mittagszeit ging es dann rein, wo uns lieb zubereitete Brote erwarteten (besser hätte es ein Catering Service auch nicht gemacht). Anschließend bestellten wir einen Auswanderer, der uns zur Insel Wilhelmstein rüber brachte. Dort besichtigten wir nach einem Inselrundgang die Burg bevor uns der Auswanderer wieder zurück chauffierte. André und Alexander, die den Ausflug mit der Godewind, unserem Trainerboot (eine Conger) bewältigten, segelten uns hinterher und hätten uns beinahe, wäre die Landabdeckung nicht, überholt.
Am Abend gab es dann ein warmes, von Achim und Heike organisiertes Buffet. Nach einem gemütlichen Zusammensitzen und einer kleinen Nachtwanderung löste sich so langsam die Runde auf und jeder ging müde aber zufrieden ins Bett.
Am Sonntag ging es dann weiter. Bis Mittag wollten wir noch einige Kilometer absegeln. Während die Opti-Kinder die Posttonne ansegelten, nahmen die 420er Kurs Richtung Badeinsel. Von dort beschlossen wir, um die Insel Willhemstein zu segeln. Dabei hatte unser Trainerboot, der vereinseigene Schwertzugvogel, doch einige Mühe, mitzuhalten. Aber wir hatten ja auch die Unterstützung der Mardorfer, die uns mit ihrer Seascape18 begleiteten. Leider musste unser Vorhaben kurz vor der Insel abgebrochen werden, da sich eine riesige schwarze Wand am Himmel aufbaute. Also ging es mit raumem, fast von hinten kommendem Wind zurück. Bevor der Regen so richtig los ging, erreichten wir den Steg. Die Opti-Kinder waren bereits schon drin und vertilgten die Reste vom gestrigen Buffet.
Nach dem Essen mussten wir dann die Boote für die Rückfahrt klarmachen und die Zelte abbauen. Für manche kam dieses so überraschend - ,,oh, ist schon alles zu Ende?''
Die Rückfahrt ging dann reibungslos und angekommen gegen 19Uhr, empfingen uns die Eltern. Jeder half, die Boote ordnungsgemäß abzustellen und die Segel zum Trocknen aufzuhängen.
So endete ein super Wochenende und ein jeder ging zufrieden nach Hause.
Am folgenden Trainingsdonnerstag verspeisten wir die Hotdogs, die aufgrund des Reste-Essens am Sonntag übrig geblieben waren und ließen unser Event parallel anhand von Fotos, die wir an die Wand warfen, Revue passieren.

   
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