Rund ums Schiff

 

Online-Belegungsplan der Arkona  (nur für registrierte Benutzer)

 

Die ARKONA ist ein Kleinkajüter von 5.50m Länge, Typ WEGU HAPPY SAILING und kann von einem nicht ganz unerfahrenen Jollensegler ohne Schwierigkeiten gesegelt werden. In der Kajüte, die weder Toilette noch Kochgelegenheit hat, kann man mit Einschränkungen auf den bequemen Polstern schlafen. Das Boot verhält sich bei mäßigen Winden bis Stärke 3 absolut gutmütig, bei zunehmenden Windstärken verliert es immer mehr seine guten Segeleigenschaften aufgrund der recht hohen Bordwand. Ab 5 Bft. kann man das Segeln mit der ARKONA nicht mehr recht empfehlen. Es soll aber Helden gegeben haben, die auch das gemeistert haben. Jedenfalls ist noch nie jemand gekentert.

Link zum Werftprospekt :-)

 

Liegeplatz & Segelrevier

Seit der Saison 2002 liegt das Boot im Regattahafen des Röbeler Segelvereins im Bereich der südlichen Müritz. Diese ist eingebettet in das große Seengebiet im Bereich des Nationalparks Müritz. Die Pioniere Fank Elix (ehem. Schatzmeister des WYCA) und Wolfgang Wehen (ehem. Vorsitzender des WYCA) haben die Kontakte aufgebaut und dafür gesorgt, dass die ARKONA seit der Zeit ihren festen Liegeplatz in Röbel hat. Wenige Schritte vom Liegeplatz entfernt ist das Clubhaus des Segelvereins mit Waschräumen und Duschen, dem Hafenmeister und einem kleinen Kiosk für die Frühstücksbrötchen.

Rund um die Müritz gibt es zahlreiche sehr schöne Ziele für Naturliebhaber und auch für (Fisch-) Feinschmecker. Durch Mastlegen können Nachbarseen auf längeren Touren ersegelt werden.

 

Wie ist das Boot ausgerüstet?

Das Boot ist segelfertig an seinem Liegeplatz, die Vollständigkeit der Teile wird sorgfältig zum Beginn der Saison überprüft. Es kann je nach Windstärke mit einer Fock oder einer Genua gesegelt werden. Ein Außenbordmotor mit gefülltem Tank, ein Bordbuch sowie eine Handmappe und Kartenmaterial gehören ebenfalls zur Ausrüstung. Die genaue Liste aller Teile ist im Anhang beigefügt, sie wird aber auch jedem Nutzer ausgehändigt.

 

Wer darf die ARKONA segeln?

Grundsätzlich wird jedem Clubmitglied des WYCA das Boot zur Nutzung überlassen. Der Nutzer muss im Besitz des Sportbootführerscheins Binnen sein und sollte wegen des manchmal tückischen Gewässers nicht ganz unerfahren im Segeln sein.

 

Wie bekomme ich die Erlaubnis zur Nutzung des Bootes?

Das Boot wird im Mai nach Röbel verholt und bleibt dort bis zum Ende der Saison. In der Zeit kann das Boot wochenweise genutzt werden. Die Woche beginnt und endet am Samstagvormittag.

Der Preis orientiert sich an den Selbstkosten und beträgt pro Woche 150 € incl. der evtl. Parkgebühren vor dem Gelände und der Kurtaxe. Versicherungen und Liegeplatzgebühren werden vom WYCA jährlich bezahlt.

Es wird eine Nutzungsvereinbahrung erstellt, in der alle Rechte und Pflichten schriftlich fixiert sind.

Belegungsplan der Arkona (für registrierte Benutzer): KALENDER

Zu koordinieren versucht alles im Auftrag des WYCA:
Andre© Neubohn

Telefon 0152-58889119
n e u b o h n @ w o l f s b u r g . d e

 

Müritz‐Einweisung Mai 2018

Alles begann an einem ganz normalen Donnerstag im Mai am Allersee. Die Arkona harrte ihrer Dinge am WYCA‐Steg und hinterließ den Eindruck eines riesigen Schiffes auf mich. Conger und 420er „erfahren“ wie ich war, gelüstete es mich nach einer Testfahrt. Gedacht, gefragt, Andre stand für eine Einweisungstour quer und kreuz über den See wie angekündigt ad hoc bereit. Es dauerte auch nicht lange, da gesellte sich noch Stefan und Peter dazu und los ging`s. Problemlos eroberten wir den Allersee, von West nach Ost, von Süd nach Nord. Wende, Halse, so problemlos, dass der Wunsch nach einem kleinen Segeltörn quasi wie von selbst aufkam.

Freitag:
Und so geschah es, dass eben diese Crew, ergänzt um Gerhard und Frederic sich nur wenige Tage später am Nachmittag eines Freitages bereits samt Arkona auf dem Weg an die Müritz befand [Anm.: Peter folgte Samstag früh]. Dort angekommen musste die Arkona zunächst per Kran ins Wasser gelassen werden. Dies konnte auch fast sofort erfolgen, fehlte doch nur der Kranführer, der noch bei seinen Pferden auf der Weide weilte. Während dann Andre und Gerhard den Mast stellten und die Segel anschlugen, checkten Frederic und ich im Hotel ein und Stefan suchte sich einen geeigneten Platz für sein Zelt auf dem Campingplatz nebenan. Mittlerweile war es Abend geworden und wir steuerten ausgehungert das nächste Restaurant im Hotel Seestern an, wo wir fürstlich speisten, von Welsfilet mit Spargel bis hin zu Wiener Schnitzel mit Ketchup. Je nach lukullischem Bedürfnis. Und dabei erzählten wir uns in lustiger Runde und gezeichnet von den Strapazen der Anreise eine Anekdote nach der anderen. Quasi wie Käpt`n Blaubär. Nur dass hier alles wahr war!

 

Samstag:
Einweisung ins Revier, so lautete der Auftrag. Andre war der erfahrene Revierkenner und auch Gerhard kannte sich vor Ort bereits bestens aus. Tja, sechs Mann, das waren ca. drei zu viel, so dass wir uns auf zwei Crews aufteilen mussten, um auch mal den Kurs wechseln zu können, ohne einen Knoten bestehend aus 12 Bein-Enden verzweifelt lösen zu müssen. So viel zur Größe des Bootes, die sich doch rasch relativiert hatte, insbesondere im Vergleich zu den neuen Stegnachbarn im Yachthafen Röbel. So kam es, dass die eine Crew radeln musste, während die andere versuchte, den gleichen Ort auf dem Wasserweg zu erreichen. Was zunächst mangels Wind nicht gerade einfach erschien. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass wir Gesellschaft bekamen, und zwar von hunderten von Mücken, die allerdings gesättigt zu sein schienen. Einer meinte, das wären Männchen, die stechen nicht. Männchen hin, Männchen her, sie stachen jedenfalls tatsächlich nicht, wurden aber mangels Wind fein säuberlich in die Segel eingewickelt, als die Entscheidung gefallen war, den Motor anzuwerfen. Eine Entscheidung, die wir schnell bereuten, denn unkundig wie ich war, kam es zu einer Fehlbedienung des manuellen Anlassers, der nun erst einmal provisorisch repariert werden musste. Wir trieben also auf der Müritz, ohne Segel und ohne Motor. Zum Glück auch nahezu ohne Wind. Dann gelang es Gerhard. Der Motor sprang an und wir setzten unsere Fahrt gen Ziel „Ludorf“ fort. Fast noch rechtzeitig erreichten wir den rettenden Hafen, wo uns unsere Tausch‐Crew schon sehnsüchtig mit den Fahrrädern wartend in Empfang nahm. Ein stärkender Mittags‐Snack am Hafengrill und los ging`s retour Richtung Marina Röbel. Nur diesmal zu Lande. ‐ Wie entspannend! Wieder im rettenden Hafen angelangt, machten wir uns auf ins reservierte Restaurant im Regattahaus, wo wir bestens bedient wurden und zünftig speisten, viel Fisch, aber auch wieder Wiener Schnitzel mit Ketchup. Dann ließen wir den Tag noch einmal im Gespräch an uns vorüberziehen, der nebst aufregenden Aktionen auf dem Wasser und zu Lande sowie Seekarten‐, Tonnen‐ und Knotenkunde geprägt war. Dank an dieser Stelle an Andre und Gerhard, die mit vereinten Kräften, technischem Geschick und langjähriger Erfahrung den Anlasser wieder 1a in den Griff bekommen hatten! Dann ging`s auch schon ab in die Kojen. Aber auch hier kam die ganze Breite des lokalen Nachtlebens zum Tragen. Während die einen es sich in der hinreichend großen Kajüte bequem machen durften, mussten sich die anderen auf dem Campingplatz ins ausgekühlte Nachtlager als auch ins gemütliche Hotel aufteilen. 

 

Sonntag: 

Am nächsten Morgen fanden wir uns aber wieder gestärkt am Steg zusammen, voller Tatendrang und in der Hoffnung auf eine etwas stärkere Brise. Und so kam es. Der Wind frischte leicht auf, so dass zumindest der Anteil unter Motor deutlich kürzer ausfiel und auch nur erforderlich wurde, um unseren Zeitplan einzuhalten. Denn auch am Sonntag stand uns wieder der Crew‐Wechsel am neuen Ausflugszielhafen „Sietow“ bevor. Aber heute lief alles wie geschmiert. Der Anlasser wurde mein bester Freund, sogar als auf hoher Müritz unter Motor selbiger unangekündigt plötzlich und ohne jeglichen erkennbaren Grund streikte. Das nun in‐ und auswendig gepaukte Startprocedere zu 100% befolgt (das ist übrigens ein klares „muss“) glückte der Motorstart sogar auf hoher See ohne Probleme und die Fahrt ging weiter.  Nach dieser Schrecksekunde hatten wir uns dann auch bereits schon wieder eine kleine Mittagspause in „Sietow“ verdient. Geräucherter Fisch stand hier auf der Speisekarte im Vordergrund  ‐  und natürlich ein Wiener Schnitzel mit Ketchup ... .  Der Crew‐Wechsel lief dann geschmeidig wie bei einer mehrjährig geübten Übergabe des Staffelstabes. Etwas ungeschmeidiger verlief dann allerdings der Rückweg mit den Fahrrädern zum Teil über Radwege, die zwar auf der Karte eingezeichnet waren, zuvor aber wohl noch niemals ein Rad gesehen hatten. Es folgte also ein kleines Abenteuer zu Lande über Stock und Stein, Wiesen und Wälder, umgestürzte Bäume und Bäche mit abenteuerlich anmutenden brückenähnlichen Konstrukten. Bildmaterial liegt als Beweis vor. Aber wir haben es geschafft. Vorbei an ‐ in idyllischen Buchten ‐ ankernden Yachten und ihren Eignern, die sich der Freikörperkultur an Deck verschrieben hatten. Man könnte sagen, es folgte ein „Stillleben“ nach dem anderen ... . Aber über „Kunst“ lässt sich ja bekanntlich endlos streiten. Nun, zurück im zwischenzeitlich lieb gewonnenen Heimathafen Röbel, übrigens mit bester Ausstattung in jeglicher Hinsicht, bot es sich an, noch schnell auf der Sonnenterrasse des Restaurants „Regattahaus“ direkt im Hafen ein Stück von „Oma`s Kirschkuchen“ samt heißer Schokolade zu verzehren, bevor es dann wieder Richtung Allersee ging. 

 Die Arkona durfte hingegen zurückbleiben an ihrem während der Sommermonate so vertrauten Liegeplatz. Dort wartet sie nun auf weitere abenteuerlustige WYCA`ler, die nichts schrecken kann. Von A wie Anlasser bis Z wie Zauber der Natur. Die Müritz ist auf alle Fälle eine Reise (oder zwei, oder drei, ...) wert. Für mich war das ein tolles Wochenende, eine tolle Crew, toller Teamgeist, tolle Eindrücke, tolle Erfahrungen und eine tolle Einweisung ins Revier Müritz und die Arkona. Toll, wenn es ein Remake geben würde! Danke an alle, die dieses Erlebnis ermöglicht haben! Und ich liege bestimmt richtig, wenn ich dies im Namen der gesamten Crew sage.  

Euer Alexander und Doppelcrew-Member Andre, Gerhard, Stefan, Peter, Frederic.

 

Ein Wochenendausflug zur Müritz eignet sich übrigens auch hervorragend als Vater & Sohn Event!
Foto by Gerhard: Alexander & Frederic auf dem Rückweg zu Lande

 

Andre & Co. bei der Einfahrt in die Marina Röbel
Foto by Alexander: Blick in den Yachthafen

 

Anlegemanöver am Liegeplatz der Arkona in der Marina Röbel
Foto by Alexander: Andre, Peter & Stefan

 

Nach großer Tour wieder sicher angeleint im sommerlichen Heimathafen an der Müritz
Foto by Alexander: Gerhard & Frederic am Liegeplatz der Arkona in der Marina Röbel

 

 

   
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